Sonntag, 11. März 2018

Leipziger Buchmesse 2018 - Bin da, wer noch?

Jaja, es wird wieder Zeit für meinen typischen "Bin da, wer noch?"-Post vor der Leipziger Buchmesse. Im letzten Monat wurde es ja sehr still auf diesem Blog und das hat zwei gute Gründe:
1. Meine Ausbildung zur Erzieherin geht in den Endspurt und ich arbeite seit Februar in einem Kindergarten. Nebenbei schreibe ich fleißig an meiner Facharbeit und hoffe, dass alles gut wird.
2. Die Wochenenden verbrachte ich mit dem Nähen. Denn wie in jedem Jahr erscheine ich auf der LBM im Cosplay!

Ich hatte schon Angst, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen würde, aber heute war das Kostüm endlich so weit, dass ich es probetragen konnte:


Samstag
... werde ich als Alice im Wunderland in der Disney-Version von 1951 erscheinen. Zum Kostüm an sich werde ich gewiss später mal was schreiben. Natürlich habe ich aber auch einen kleinen Plan zu welchen Veranstaltungen in gerne gehen würde. Da dieser bei mir jedoch (fast) immer über Bord geworfen wird, sind einige Sachen mit Klammern versehen.

(11.15 Uhr - Palace of Glass)
(11.30 Uhr - Ava Reed)
12.00 Uhr - Amadeus!
(12.00 Uhr - Und wenn die Welt verbrennt)
(13.00 Uhr - Hinter den Kulissen)
13.30 Uhr - Der kleine Prinz wird erwachsen

Sonntag
... wird bei mir wieder der Blogger-Tag OHNE Kostüm. Im letzten Jahr war es sehr entspannend mal einen Tag ohne Kostüm durch die Gänge zu wandern, sodass ich es in diesem Jahr wieder so mache.

10.30 Uhr - Storytelling in Buchblogs
11.30 Uhr - Entdecke die Klassische Musik
(13.00 Uhr - Worbla Basic)
14.00 Uhr - Drama an der Hofoper
(14.30 Uhr - Instrumentenkarussell)

Und natürlich stehen auch noch ganz viele Verlage aus, die ich besuchen und bei denen ich einfach mal stöbern möchte.

Wer von euch ist auch auf der LBM und an welchem Tag? Gerne würde ich wieder ein paar von euch treffen - vielleicht geht ja jemand zu den selben Veranstaltungen? Oder wie sieht euer Plan aus, vielleicht ist ja noch was Spannendes für mich dabei =)

In diesem Sinne: Bis bald!
Eure Luisa

Montag, 29. Januar 2018

{Bericht} Sightseeing, Sisi-Museum und Naschmarkt? Ja! - Mozartkonzert? NEIN!!!

Noch einen letzten vollen Tag hatten wir in Wien und an diesem durfte ich mein Planungstalent unter Beweis stellen, weil ich schon im Vorhinein bestimmt habe, wann es wohin ging. Hätte ich einen besseren Orientierungssinn, wäre auch alles reibungslos abgelaufen - so machten wir auf unserer Tour ein paar Umwege und sahen allerhand tolle Sachen.

Als erstes liefen wir vom Stephansdom aus zur Hofburg. Dabei kamen wir an einigen beeindruckenden Gebäuden vorbei, wie der österreichischen Nationalbibliothek. Zu gerne wäre ich hinein gegangen, aber meine Familie wollte sich vorerst an meinen ursprünglichen Plan halten, weshalb wir direkt zur Hofburg gingen.


In der Hofburg gingen wir die Tour Silberkammer - Sisi-Museum - Kaiserappartments.
In der Silberkammer waren ganz viele Gegenstände (z.B. Kerzenständer, Porzellan...) der Habsburger ausgestellt. Das war zwar schön anzusehen, interessierte mich aber weniger.
Spannender war es im Sisi-Museum, wo es um das Leben der Kaiserin ging. Auch verschiedene Kleidungsstücke wurden ausgestellt, welche ich genau unter die Lupe genommen habe und sehr inspirierend fand.
Ebenso spannend waren die Kaiserappartments, wo man sehen konnte, wie Sisi und Franz gelebt haben. Ich mag die Vorstellung, dass die Personen auf den Gemälden und von denen ich schon so viele Geschichten gehört habe, in diesen Räumen lebten, in denen ich selbst gerade stand. Und ich mag es mir die verschiedenen Sachen dort anzusehen und zu wissen, dass das meiste davon damals schon dort war.
Insgesamt war die Tour ziemlich lang und hat sich deshalb sehr gelohnt. Allerdings waren wir danach ziemlich fußlahm.


Anschließend war der Burggarten mit dem Mozartdenkmal geplant, wir gingen aber erst ausversehen in den Volksgarten. Das war aber kein Problem für mich, weil dort das Sisi-Denkmal war. Meine Eltern nutzen die Gunst der Stunde und ruhten sich einen Moment aus, während ein kleines Kind begann mit mir zu spielen =D


Danach ging es aber wirklich zu Mozart! Dass alle Hunger hatten, senkte die Stimmung an dieser Stelle ein bisschen. Klar, wer ist nicht gereizt, wenn er Hunger hat. Und wer wird nicht noch gereizter, wenn man alle zwei Minuten angesprochen wird: "Mozartkonzert?"
Ich mag Mozart wirklich gerne (siehe Foto), aber Wien war so überfüllt mit ihm, dass ich schon leichte Aggressionen bekam, wenn ich seinen Namen hörte oder eine Abbildung von ihm sah, aber vor allem, wenn mich jemand fragte, ob ich zu einem Mozartkonzert wollte!


Also gingen wir weiter und suchten nach etwas Essbaren. Dabei begegnet wir einem weiteren tollen Typen:


Wir liefen und liefen und waren hungrig, bis wir bei der Staatsoper waren, wo an diesem Abend, wer hätte es gedacht, ein Mozartkonzert stattfand. Tatsächlich würde ich so gerne mal das Opernhaus von innen sehen und mir ein Konzert oder eine Oper anhören bzw. ansehen. Da wir aber nur noch an diesem Tag da waren, ging das leider nicht. Dafür wurde die Staatsoper zu meinem Orientierungspunkt, zu dem ich immer wieder zurück fand, wenn ich nicht wusste, wo wir uns befanden. Von dort aus wusste ich dann immer wieder, wo wir (ungefähr) lang mussten.


Kurz darauf fanden wir tatsächlich etwas zu essen und so ging es uns allen wieder besser!
Apropos Essen! Unser nächster Weg führte uns zum Naschmarkt. Das heißt, eine freundliche Frau, die unsere Verwirrung erkannte, führte uns zum Naschmarkt. Ich mochte die Stimmung dort mit all den Händlern, die Probierstückchen anboten.


Beim Naschmarkt gab es dann auch allerlei andere hübsche Sachen zum Fotografieren:


Da meine Eltern nach dieser langen Tour ziemlich fertig waren, schlugen sie vor, dass wir doch eine Stadtrundfahrt machen könnten, wo wir sitzen würden und alles einfach nur betrachten können. Also gingen wir zurück zur Staatsoper, wo solche Fahrten angeboten wurden und informierten uns. Dabei kamen wir zur Erkenntnis, das wir alles, was man bei so einer Fahrt zu sehen bekommt, bereits auf unserer heutigen Tour betrachten konnten (es gab nämlich noch viel mehr, als ich euch hier berichtet habe, aber das würde den Rahmen sprengen).
Also ruhten wir uns noch ein bisschen dort aus und fuhren anschließend mit der Bahn zurück in die Wohnung. Dass mich meine Eltern jemals wieder eine Stadttor planen lassen, bezweifle ich. Ich finde trotzdem, dass mein Plan gar nicht so falsch war. Ich hätte nur eine Mittagspause einplanen müssen und die Länge der Strecke besser einschätzen...


Die drei Tage in Wien waren unglaublich schön. Wir haben viel gesehen und erlebt und ich bin mir sicher, dass ich nicht zum letzten mal in Wien war. Es gibt einfach noch zu viele Orte, die ich noch nicht besuchen konnte und zu viele Häuser, die ich noch nicht von innen gesehen habe. Vielleicht gehe ich dann sogar mal zu einem Mozartkonzert.

Mittwoch, 24. Januar 2018

{Bericht} Wien - Stadtpark, Architektur, Mozart und Prater

Nachdem wir die Nacht gut überstanden hatten, nutzten wir schon die frühen Morgenstunden, um uns ein wenig die Stadt anzusehen. Unser erster Weg führte uns durch den hübschen Stadtpark mit vielen Denkmälern, Kunst und einer Blumenuhr!


Nachdem es die ganze Nacht über gewittert hatte, versprachen uns die allmählich aufbrechenden Wolken einen sonnigen Tag.
Unser eigentliches Ziel war der Stephansdom. Zwar hatte mein Papa eine Touristen-App, aber die half uns auch nicht wirklich weiter. Deshalb irrten wir auf gut Glück erstmal durch Gassen und zwischen hohen, alten Häusern, die alle sehr eindrucksvoll aussahen, umher.


Auch wenn ich mich in meiner Freizeit nicht wirklich damit beschäftige, mag ich Architektur und betrachte gerne die vielen Details. "Fotografierst du schon wieder ein Gebäude?" ist eine Frage, die ich sehr oft zu hören bekomme. Leider ist der Stephansdom zu groß, um ihn wirklich ganz auf ein Bild zu bekommen.
Im Inneren des Doms konnten wir uns alles ganz genau ansehen, weil um diese Uhrzeit kaum andere Touristen unterwegs waren. Fotos habe ich von innen trotzdem nicht wirklich gemacht.


Vor dem Stephansdom wurden wir dann auch zum ersten mal von einem Mann im Barockkostüm angesprochen: "Mozart-Konzert?" Es sollten noch viele weitere Male folgen...
Auch wenn ich gerne Mozart höre, lehnten wir ab und gingen stattdessen ins Mozarthaus. Dieses wunderbare Museum ist gleich in der Nähe des Stephansdoms und liegt ein bisschen versteckt. Vielleicht habt ihr ja von meinem Ausflug ins Beethoven-Haus in Bonn gelesen, hier in Wien ging es mir genauso. Es ist einfach unglaublich interessant durch die Wohnung eines berühmten Menschen, der vor Jahrhunderten gelebt hat, zu gehen und einfach nur aus den Fenstern zu sehen, um herauszufinden, was der Mensch damals gesehen hat.
Im Mozarthaus guckt man natürlich nicht nur aus Fenstern, es gibt auch spannende Ausstellungen mit Mozarts Werken und Informationen zu seiner Zeit und seinem Leben allgemein.

Nachdem wir also eine ganze Weile im Museum waren, beschlossen wir etwas zum Mittag zu essen. Um diese Zeit war dann auch das Wetter wirklich schön. Anschließend liefen wir weiter durch die Stadt...


... bis wir bei unserem nächsten großen Punkt ankamen: Der Prater.
Die vielen verschiedenen Fahrgeschäfte sind sehr verlockend und wenn man nicht aufpasst, kann man wohl sehr viel Geld dort los werden (aber das kann man in Wien allgemein ziemlich gut). Der Hauptgrund, warum wir den Prater besuchten, war natürlich das Riesenrad!


Doch danach waren wir alle ziemlich fertig und schlugen den Weg zur Wohnung wieder ein. Später kamen dann auch meine Schwester und ihre Freundin, die ebenfalls den Tag in Wien verbrachten, zu uns und am Abend gingen wir zusammen essen.
Insgesamt war es ein gelungener Tag. Wir haben viel gesehen und erlebt, haben neues Wissen dazu gewonnen und über alles Mögliche gestaunt. Wir hatten aber auch noch einen Tag vor uns...

Sonntag, 21. Januar 2018

{Bericht} Wien - Schloss Schönbrunn und die unendliche Autofahrt

Draußen schneit es dicke Flocken und alles ist in Weiß getaucht. Da wird es Zeit, dass ich wieder ein paar Sommererinnerungen hervor hole. Nach meinem Griechenland-Urlaub mit meinen Freunden ging es mit meiner Familie anschließend vom 10. bis zum 12. August nach Wien. Das hatte ich mir schon seit längerem gewünscht und nun sollte ich diese Stadt endlich kennenlernen.

Die Autofahrt war sehr lang (viel länger als die Fahrt an die Ostsee) und als wir in unserer Ferienwohnung im 21. Bezirk ankamen, schliefen wir erst einmal aus. Meine Schwester haben wir vorher bei einer Freundin in einem anderem österreichischen Ort abgesetzt. Damit wir aber schon an diesem Tag etwas sehen, entschlossen wir uns am späten Nachmittag dazu einen Ausflug zum Schloss Schönbrunn zu unternehmen.
Leider hörten wir nicht auf die Ratschläge, nicht mit dem Auto zu fahren, sondern öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und bekamen den wienerischen Innenstadtsnachmittagsverkehr zu spüren. So ist das halt, wenn man in einem Dorf wohnt und die größte Stadt in der Umgebung Erfurt ist. Also, falls ihr mal nach Wien wollt, dann merkt euch eins:

Fahrt niemals mit dem Auto durch die Stadt!

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir aber am Schloss an. Allerdings gingen wir nicht hinein, der riesige Park war schon beeindruckend genug.


Schon von außen ist das Schloss faszinierend, da es noch viel größer ist, als es auf den Fotos aussieht. Zu gerne wäre ich hinein gegangen, aber der Tag war schon sehr anstrengend, sodass wir lieber durch den Park spazieren gingen. Immer wieder entdeckten wir neue Winkel und Ecken. Das hatte fast schon etwas Magisches.


An diesem Tag war es zwar relativ warm, aber sehr grau. Schon am Vormittag musste es wohl viel geregnet haben, weil zum Teil große Pfützen wie kleine Teiche oft den Weg versperrten. Also zogen sich mein Papa und ich die Schuhe aus, um dort hin zu kommen, wo wir hin wollten. Zwar war es etwas unangenehm mit nassen Füßen auf dem steinigen Weg zu laufen, aber wir hatten eine Menge Spaß.


Der Park bzw. Garten ist sehr hübsch und von vielen Details geprägt. Überall gibt es etwas neues zu entdecken. Liebendgerne würde ich in der Zeit reisen können und mit schönen langen Kleidern dort entlang laufen.


Ich hätte gerne noch mehr Zeit dort verbracht, einfach zum Erkunden. Leider hat es aber schon bald angefangen zu nieseln und als wir wieder im Auto saßen, ging der Regen richtig los. Für die 16km zur Ferienwohnung benötigten wir über eine Stunde!

Insgesamt war es aber ein schöner Tag. Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann wieder dort hin komme. Dann sehe ich mir bestimmt auch das Schloss von innen an und erforsche weiter die Anlage.
Zum Schluss noch ein kaiserliches Bild von mir: