Montag, 26. September 2016

{12 Letters of Handmade Fashion} K wie karierte Extras

Was soll ich sagen? Mein festes Monatsprojekt für den September hat tatsächlich den ganzen Monat beansprucht (zumindest die Wochenenden) und ließ keine Zeit für irgendetwas anderes. Zum Glück passte es aber zum Buchstaben, den Katha von kathastrophal ausgelost hatte.

Mein September-Näh-Projekt stand schon am Anfang des Jahres fest und zwar wollte ich mir zum ersten mal ein Dirndl nähen und deshalb heißt es bei mir heute:

K wie Dirndl mit KARIERTEN Extras


Nachdem ich mir im letzten Jahr ein Dirndl ausgeliehen hatte, wollte ich diesesmal zum Oktoberfest ein selbstgenähtes Dirndl tragen. Ich verwendete den Schnitt burda 7057, den ich aber etwas abänderte:

1. Statt Futter und Schrägband, nähte ich Besätze an die Halsausschnitte von Kleid und Bluse, sowie an die Armausschnitte des Kleides.
2. Der Reißverschluss kommt eigentlich vorne unter die Bänder. Damit ich beim An- und Ausziehen nicht so viel fummeln muss, habe ich ihn an die Seite gemacht.
3. Dadurch konnte ich das Vorderteil des Oberteils im Stoffbruch zuschneiden.

Als ich das Schnittmuster auspackte und abzeichnete, merkte ich, dass das Rockteil unerwartet weit ist - Aber ich mag es, wenn Röcke schwingen. Da ist es fast schon schade, dass ich nicht tanzen kann.


Den Stoff habe ich aus "Der Stoffhandel". Das Kleid wollte ich in einer eher neutralen Farbe halten, damit ich es vielseitiger einsetzen kann (z.B. falls ich im nächsten Jahr Lust auf eine rosa Schürze habe). Deshalb entschied ich mich für ein schlichtes Braun.
Und da neben Rosa-Braun Hellblau-Braun meine liebste Farbkombination ist, wurde die Schürze hellblau-kariert.
Die Bluse sollte zwar weiß sein, aber nicht langweilig und so entschied ich mich für einen Batist-Stoff mit Lochstickerei (was man auf den Fotos nicht so gut erkennen kann).


Die Miederhaken fand ich auf Amazon und die Satinbänder kaufte ich im idee-Laden.
Das Band mit den karierten Herzchen war eigentlich gar nicht geplant, aber als ich es auf dem holländischen Stoffmarkt gefunden hatte, war ich sofort verliebt und wusste sofort, dass ich es irgendwie mit ins Dirndl einbauen musste.
Da das aber nicht genügte, nähte ich ein passendes Haarband gleich dazu.

Ich mag aufwendige Projekte, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und in denen ich richtig aufblühen kann. Da bekomme ich schon wieder Lust auf mein Cosplay für die LBM - Im Oktober gehts dann mit dem Nähen los.
... Aber erst muss ich aufs Oktoberfest =)


Sonntag, 18. September 2016

Hamburg. Es gibt kein schlechtes Wetter.

 Es muss endlich mal mit den Reiseberichten weiter gehen... =)

Am 1. August unternahmen wir einen Ausflug nach Hamburg. An den Strand bzw. in die Ostsee konnten wir an diesem Tag eh nicht gehen und in Hamburg waren wir noch nicht.
Trotz Wind und Wetter entschied ich mich dafür ein Kleid anzuziehen. Einfach aus Protest. Oder weil ich mich im Kleid viel wohler fühle, als in einer Hose - Auch wenn es nicht sommerlich warm ist.
Als erstes suchten wir eine Möglichkeit zum Parken und dann etwas Essbares. Wir fanden schließlich eine Pizzeria und als alle satt waren, machten wir uns auf dem Weg zum Hafen.


Trotz des Wetters, hätte ich wohl eine Ewigkeit am Hafen verbringen können, weil ich sofort von den verschiedenen Booten und Schiffen fasziniert war. Vor allem vom Mississippidampfer war ich angetan.


Lange blieben wir allerdings nicht und so steuerten wir schon bald den Michel an. Da wollte ich von Anfang an hin, auch wenn ich mich nur schwer vom Hafen trennen konnte. Die Aussicht vom Turm aus war wunderschön und ich musste wieder feststellen, dass ich wirklich mehr ein Stadt-, als ein Dorfmensch, bin. Städte sehen (vorallem von oben) viel interessanter aus als Dörfer - zumindest kenne ich kein spannendes Dorf.


Danach gingen wir wieder zurück zum Auto und fuhren gen Ostsee. Eigentlich haben wir gar nicht so viel von Hamburg gesehen, aber das, was wir gesehen haben, mochte ich.
Nur eine Sache fand ich sehr schockierend: Die vielen vielen obdachlosen Menschen. Unter einer Brücke war ein richtiges Lager. Es ist nicht so, als hätte ich noch nie Menschen gesehen, die auf der Straße leben, aber noch nie in so einem Ausmaß.
Da waren junge und alte Menschen, bloß mit einem Zelt und einem Sack mit irgendwelchen Sachen, ein paar Schritte weiter auf einer Bank, machte sich eine leicht bekleidete junge Frau zurecht.

Und dann musste ich daran denken, wie genervt ich manchmal bin, wenn ich mir mal in einem Monat nicht so viel leisten kann und wie viele erwachsene Menschen darüber schimpfen, wie wenig Geld sie doch hätten.
Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass man die kleinen, scheinbar normalen Dinge, schätzen sollte, z.B. täglich genug essen zu können oder ein Dach über dem Kopf zu haben. Denn nicht jeder hat das...

Samstag, 10. September 2016

{Buch} Nur eine Ewigkeit mit dir


Titel: Nur eine Ewigkeit mit dir
Autor: Kristina Moninger
Format: Kindle Edition
Seitenanzahl Printausgabe: 261
Dateigröße: 1221 KB
ASIN: B01IAKHJBO
Verlag: FeuerWerke Verlag
Preis: 0,99€ / 0,00€ kindle unlimited

Inhalt
Lilly ist müde, lebensmüde. Jonas lebt nicht, zumindest nicht richtig.
Als die beiden aufeinander treffen, handelt es sich um einen Glücks-, aber keinen Zufall. Denn Jonas kennt Lilly bereits aus einem anderen, einem längst vergangenen Leben. Einem Leben voller Trauer, Ohnmacht aber auch grenzenloser Liebe.
Während Lilly Tag für Tag neuen Lebensmut schöpft, muss sich Jonas seiner Vergangenheit stellen - und damit auch der unvermeidlichen Frage nach einer gemeinsamen Zukunft ...

Meine Meinung
Vor etwa einem Monat wurde ich von Kristina Moninger angeschrieben, ob ich das Buch lesen und rezensieren würde. Die Beschreibung des Buches klang sehr interessant und machte mich neugierig, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Es ist eine Liebesgeschichte zwischen Lilly und Jonas. Lilly, die scheinbar alles in ihrem Leben verloren hat, möchte sich umbringen. Doch Jonas rettet sie im letzten Moment. Er zeigt Lilly etwas, was sie selbst nie geglaubt hätte, aber aus irgendeinem Grund vertraut sie Jonas und fühlt sich mit ihm verbunden.
Jonas ist ein Zeitenmittler - eine Art Schicksalsgeist, der dafür sorgt, dass bestimmte Ereignisse eintreffen und sich die richtigen Menschen begegnen. Denn Menschen begegnen sich nicht nur einmal: Viele kennen sich schon aus einem früheren Leben, welches ihnen aber verborgen ist. Auch Jonas kennt Lilly aus einem früheren Leben, aber damals liebte sie einen anderen namens Paul.

Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Lillys und aus Jonas´ Sicht geschrieben, sodass man einen guten Einblick in die Gefühlswelt beider Hauptpersonen bekommt. Dadurch gibt es aber einige Wiederholungen, weshalb sich das Buch teilweise etwas zieht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm. Durch die Gedichte von Joachim Ringelnatz und Lenes Tagebuch (Lene ist Lillys früheres Ich), wird der Text aufgelockert und bringt Abwechslung. Auch die Gefühlswelt der beiden wird sehr gut beschrieben und mit jedem Kapitel lernt man Lilly und Jonas, die mir beide von Anfang an sehr sympathisch waren, immer besser kennen.

In der Geschichte geht es vorallem um das Leben und um Selbstfindung. Lilly und Jonas führen beide einen inneren Krieg mit sich selbst. Das Buch beschreibt die Wege, die sie gehen, um ihre Kriege zu beenden. Dabei gibt es viel Stoff, der zum Nachdenken anregt. Nicht selten habe ich mir Textstellen markiert und meine Gedanken dazu geschrieben.

Insgesamt ist es ein eher ruhiges Buch, das ohne viel Action, aber mit viel Gefühl auskommt und trotzdem spannend bleibt.

Fazit
"Nur eine Ewigkeit mit dir" ist eine nachdenkliche Geschichte zweier Liebender auf, die sich auf den Weg machten, um sich selbst und das Leben zu finden.
4,5 von 5 Sonnen
☼☼☼☼☼

Die Autorin
Kristina Moninger wurde 1985 in Würzburg geboren. Sie absolvierte erst eine kaufmännische Ausbildung und dann ein Übersetzerstudium, bei der sie nicht nur Fremdsprachen lieben lernte, sondern auch die Muttersprache.

Dank
Vielen Dank an Kristina Moninger für die Bereitstellung des Buches.

Montag, 29. August 2016

{Video} Ich habe dich viel jünger geschätzt! - Lunacy philosophiert

Schon immer wurde ich viel jünger geschätzt, als ich eigentlich bin. Eine ganze Weile ging es mir deshalb nicht so gut. Ich hatte viele Selbstzweifel, bis ich vor kurzem mal genauer darüber nachgedacht habe...