Samstag, 27. August 2016

Ostsee. Karls und die Geburt von Viktor.

Das Wetter änderte sich am zweiten Tag unseres Ostseeurlaubs kaum. Es schien sogar noch mehr zu regnen. Deshalb entschlossen wir uns zu "Karls Erlebnis-Dorf" in Warnsdorf bei Lübeck zu fahren. Wir waren vor einigen Jahren schonmal dort und sehr begeistert.
Durch das viele Stöbern und Entdecken, sind leider nur wenige Fotos entstanden.


Es war ziemlich voll dort, was vermutlich am Wetter lag, aber nicht so voll wie erwartet. Nachdem meine Schwester und ich das Außengelände erkundet hatten, gingen wir nach drinnen. Am liebsten hätte ich den halben Laden leer gekauft, aber ich konnte mich gerade so noch zurück halten. Deshalb kaufte ich nur etwas für meine Freunde, etwas, was ich in ein zukünftiges Cosplay verarbeiten kann und etwas, was mir sehr viel Freude bereitet hat.

Und zwar habe ich "Karls Kuscheltier-Fabrik" gefunden. Die folgenden Bilder zeigen die Geburt meines neuen Freundes:


Schritt 1:
Als erstes sucht man sich eine Hülle aus. Es gab Einhörner, Bären und noch viel mehr. Meine Schwester entdeckte dann einen Elefanten, der bereits ausgestopft war. Ich wollte auch einen Elefanten und nach längerem Suchen fand ich tatsächlich noch einen (der nicht ausgestopft war).

Schritt 2:
Wenn man sich entschieden hat, sucht man einen Karls-Mitarbeiter, der weiter hilft! Das tat ich dann auch sofort.


Schritt 3:
Gemeinsam mit dem Mitarbeiter wird das Kuscheltier gefüllt.

Schritt 4:
Kurz bevor das Kuscheltier geschlossen wird, bekommt man noch ein Herz und soll sich etwas wünschen. Das Herz mit dem Wunsch kommt dann mit hinein. Meinen Wunsch werde ich hier natürlich nicht verraten.

Schritt 5:
Wenn alles vollbracht und das Kuscheltier fertig ist, wird natürlich noch eine Geburtsukunde geschrieben. Der Name Viktor ist mir als erstes eingefallen und deshalb heißt mein kleiner Elefant jetzt so.


Viktor hat zu Hause seinen Platz neben Mo, dem Alpaka gefunden.

Vom Rest des Tages habe ich leider keine Bilder mehr, aber es war noch richtig schön. Wir sind wieder an den Strand gegangen, wo ich nach langer Zeit mal wieder eine Geschichte schrieb.

Mittwoch, 24. August 2016

{12 Letters of Handmade Fashion} S wie Sieh-dir-die-Welt-an-Kleid

Es wird langsam wieder Zeit für meinen Beitrag zur "12 Letters of Handmade Fashion"-Aktion! Die Gastgeberin im August ist Fee von Fairy Likes und sie zog den Buchstaben S.

Und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn auf meiner Liste mit Dingen, die ich zum "S" nähen könnte, standen ganze 22 Begriffe. Mein ursprünglicher Plan war ein schwarzes Kleid mit schwarz-weißer Leggings für den Herbst. Da der Sommer dann doch noch mal ausgebrochen ist (und das nicht zu knapp), entschied ich mich für etwas Leichteres ... Als hätte ich nicht schon genug Sommerkleider -.-

S wie Sieh-dir-die-Welt-an-Kleid
mit schokobraunen Oberteil


Den Weltkartenstoff fand ich auf dem holländischen Stoffmarkt und obwohl er sündhaft teuer war, konnte ich einfach nicht widerstehen und musste mir einen Meter davon mitnehmen. Und schließlich hatte ich auch schon eine Idee, was ich daraus machen würde. Also suchte ich mir gleich vor Ort noch den braunen Stoff für das Oberteil heraus.


Bei diesem Kleid habe ich den gleichen Schnitt wie bei meinem Bulgarien-Kleid verwendet: Das trägerlose Oberteil und den Dirndlrock aus Tanya Whelans "Kleider nähen". Allerdings habe ich auch hier wieder Träger angenäht, weil trägerlose Kleider (und trägerlose BHs) bei mir grundsätzlich rutschen.


Ich habe mich in das Schnittmuster verliebt und in den Weltkartenstoff (auch wenn er geographisch nicht ganz korrekt ist). Die Kombination aus beiden macht es zu meinem derzeitigen Lieblingskleid. Es strahlt das aus, was ich gerne mag: Ein bisschen Nostalgie und Freiheit. Früher habe ich immer vom Reisen geträumt und jetzt habe ich endlich die Möglichkeit dazu. Ich kann mein jüngeres Ich schon rufen hören: "Sieh dir die Welt an, Luisa!" und genau das tue ich.


Sonntag, 21. August 2016

Ostsee. Mein zweites zu Hause.

Etwa drei Wochen nach meiner Zeit in Bulgarien, fuhr ich mit meiner Familie an die Ostsee. Das tun wir durchschnittlich alle zwei Jahre seit zwölf oder dreizehn Jahren und es geht immer in die gleiche Gegend an unseren "Stammstrand". Einmal waren wir an einem anderen Strand, nur um festzustellen, dass es an unserem ursprünglichen Strand doch viel schöner ist. Ich fühle mich dort so wohl, dass ich diesen Ort als mein zweites zu Hause sehe.

Aber beginnen wir am Anfang: Wir standen 2.00 Uhr auf und fuhren etwa eine Stunde später los. Ich habe in so vielen anderen Berichten schon geschrieben, wie sehr ich nächtliche Autofahrten liebe - Vorallem die Pausen an den Rasthöfen. Dann ist es immer so still. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich alle Rasthöfe zwischen unserer Heimat und der Ostsee kenne...
Hier seht ihr ein müdes, aber glückliches, Luisa im Auto:


Im Norden angekommen, fiel mir zuerst die graue Wolkendecke auf und die Kälte. Baden würden wir heute wohl nicht mehr können. Später konnten wir dann in das Ferienhaus. Das wirkte auf dem ersten Blick richtig schön mit seinen vielen kleinen Zimmern, die so ... historisch ... eingerichtet waren, wie ein Geisterhaus. Doch der erste Blick verging sehr schnell, weil wir dann erkannten, dass uns das Haus saudreckig übergeben wurde. Das Badezimmer wurde zum Beispiel gar nicht geputzt und war ziemlich eklig, genauso wie die Fensterbretter und einige andere Sachen. Da war der Sandhaufen unter dem Teppich noch das kleinste Übel. Die Stimmung war so ziemlich im Keller und alle waren müde, also ruhte ich mich ein bisschen aus...


Am frühen Nachmittag entschlossen wir uns nach Boltenhagen zu fahren. Auch das ist eine Tradition bei uns: Wir müssen mindestens einmal auf der Seebrücke gewesen sein.


Hach, wie sehr ich die gute Ostseeluft vermisst habe! Wir gingen noch ein bisschen an der Strandpromenade entlang und fuhren später wieder ins Ferienhaus, um uns nochmal auszuruhen. Am frühen Abend gingen wir dann endlich an unseren Strand. Es ist ein Naturschutzgebiet, ein paar Kilometer von allen Ferienwohnungen und -häusern entfernt. Zwar kommen viele Touristen hier her, aber es ist nie überlaufen. Vorallem bei dem durchwachsenen Wetter, waren nur wenige andere Menschen am Strand.
Zum Baden war es zu kalt, weshalb wir einfach eine ganze Weile am Ufer entlang liefen. Das Meer hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Plötzlich kann ich meinen Gedanken wieder freien Lauf lassen und beginne die Dinge positiv zu sehen.


Wir gingen an diesem Tag früh ins Bett, weil wir alle ziemlich fertig waren. Ich muss zugeben, dass es schönere Starts in den Urlaub gibt, aber ich war einfach nur froh, dass ich wieder an meinem Lieblingsort war. Meinem zweiten zu Hause.

Samstag, 20. August 2016

{Buch} Watersong - Sternenlied


Titel: Watersong - Sternenlied
Autor: Amanda Hocking
Seiten: 336
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3570309476
Verlag: cbt
Preis: 7,99€

Klappentext
Die 16-jährige Gemma Fisher und ihre 18-jährige Schwester Harper führen ein friedliches Leben in dem Küstenörtchen Capri. Gemma ist eine ehrgeizige Schwimmerin und trainiert jede freie Minute, um irgendwann einmal bei den olympischen Spielen teilnehmen zu können. Der Sommer wird noch verheißungsvoller, als Gemma merkt, wie sie für Alex, den Jungen von nebenan, Gefühle entwickelt.
Da treffen drei Fremde in Capri ein: Lexi, Thea und Penn. Die überirdisch schönen Mädchen ziehen alle Blicke auf sich und Gemma ist vom ersten Moment an fasziniert. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren Bann, was Haper wenig begeistert. Denn sie misstraut den Mädchen und verbietet Gemma den Umgang mit ihnen. Gemma aber trifft sich heimlich mit ihren neuen Freundinnen. Nach einer gemeinsamen Party ist plötzlich nichts mehr wie es war - und das wilde dunkle Meer ruft unaufhaltsam nach Gemma.

Meine Meinung
Das erste, was mich an diesem Buch fasziniert hat, war das wunderschöne Cover. Im Regal meiner Schwester steht noch die Hardcover-Ausgabe, bei dem der Umschlag einen tollen Hologram-Effekt hat. Auch der Klappentext klang sehr interessent, weshalb ich beschloss das Buch zu lesen.

In der Geschichte geht es um die Schwestern Gemma und Harper, die von Grund auf unterschiedlich sind. Während Gemma sehr leichtsinnig ist und gerne mal gegen Regeln verstößt, nimmt Harper eher die Rolle einer Mutter ein, ist verantwortungsbewusst und kümmert sich sehr um Gemma. Gemeinsam leben die beiden mit ihrem Vater in Capri und führen ein normales Leben. So verliebt sich Gemma z.B. in Harpers besten Freund Alex und auch zwischen Harper und Daniel, den sie eigentlich nicht ausstehen kann, passiert etwas. Das einzige Seltsame sind die drei Mädchen Penn, Thea und Lexi, die jedem irgendwie Angst machen und die Jungen die zur Zeit einfach spurlos verschwinden.
Penn, Thea und Lexi scheinen es auf Gemma abgesehen zu haben und nach einer merkwürdigen Nacht scheint Gemma nicht mehr dieselbe zu sein: Harper merkt, wie sehr sich ihr Verhalten ändert und auch Gemma spürt die Veränderungen an ihrem Körper und ihre Wirkung auf andere...

Die Geschichte ist an der griechischen Mythologie angelehnt und es geht um Sirenen. Am Anfang werden jedoch erstmal die Figuren und ihre Vorgeschichten vorgestellt, weshalb mir die Handlung etwas schleppend vorkam. Zum Ende hin wendete sich jedoch das Blatt und die Ereignisse überschlugen sich, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Es wird mit der Zeit düsterer und spannender.
Durch den schleppenden Anfang kommt es leider nur im Prolog und am Ende der Geschichte zu wirklicher "Sirenen-Action", was ich ziemlich schade fand, aber das Ende lässt hoffen, dass es im nächsten Band mehr von den Sirenen zu lesen gibt.
An der Liebesgeschichte zwischen Gemma und Alex fehlte es mir ein wenig an Tiefe und konnte mich deshalb nicht so sehr begeistern. Die Geschichte zwischen Harper und Daniel las ich dafür um sie lieber, weil sie interessanter war und nicht so klischeehaft, dafür aber sehr amüsant.

Die Geschichte kommt mit relativ wenigen Figuren aus. Da wäre zunächst Gemma, die mich mit ihrer kindischen und zickigen Art anfangs etwas nervte. Auch Harper mochte ich erst nicht, weil sie mehr wie eine strenge Mutter war, als eine Schwester. Das legte sich aber mit der Zeit.
Dann sind da noch Daniel, der meiner Meinung nach ein sehr interessanter Charakter ist, und Alex, der für mich viel zu "flach" geraten ist.
Penn, Thea und Lexi konnte ich auch nicht leiden, was aber von der Autorin gewollt ist, weshalb ich diese Charktere wiederum gut beschrieben finde. Sie sind angsteinflößend und faszinierend gleichzeitig und ich hoffe sehr, dass man im nächsten Band mehr von ihrer Vergangenheit erfährt.

Fazit
Das Buch pendelt irgendwo zwischen einer flachen, leichten Sommergeschichte und purer Spannung mit brutalen Szenen. Trotzdem zeigt der erste Band der "Watersong"-Reihe viel Potential für die folgenden Bücher.
3,5 von 5 Sonnen
☼☼☼☼

Die Autorin
Amanda Hocking wurde 1984 in Austin, Minnesota geboren. Sie arbeitete als Altenpflegerin und schrieb in ihrer Freizeit Romane: Jedoch fand sich kein Verlag für ihre Bücher, weshalb Amanda Hocking sie als eBooks selbst veröffentlichte. Heute ist sie die erfolgreichste self-publishing-Autorin der Welt.